189   Orgelspiel in der kath. Kirche Ilanz

Sonntag, 21. Mai 2017

Heute fand in der reformierten Kirche kein Gottesdienst statt, so entschloss ich mich die Eucharistie- feier in der katholischen Kirche zu besuchen.  Ich setzte mich eine Viertelstunde vor Beginn in die Ecke der Empore bei der Orgel und wartete auf den Organisten.  Als er dann kam fragte ich ihn ob ich mich an den Spieltisch setzen darf und eine Melodie spielen.  Er meinte aber erst nach der Feier dürfe ich dies, wenn ich nicht während der Feier spielen wolle.  Das war mir aber "zu heiss".  So wartete ich das Ende des Gottesdienstes ab und setzte mich dann an den Spieltisch und begann mit ein paar Akkorden auf zwei Registern im 2.Manual.

Nachher spielte ich das Menuett auswendig mit anschliessenden Akkordfolgen.  Der Organist setzte während meines Spiels neue Register ein, so dass ein kräftigerer Klang entstand und es recht beein- druckend klang.  

Mich freute riesig, dass ich nun wieder einmal auf dieser schönen Kuhn- Orgel etwa zehn Minuten lang spielen durfte.  Ich erklärte dem Organisten, dass ich bei Orgelbau Kuhn AG in Männedorf die
Abschlussprüfung meiner Orgelbauer- Lehre absolvierte, fast mit Bestnote.

Ich bedankte mich herzlich beim Organisten, dass ich wieder einmal richtig Orgel spielen durfte, was mir sehr gut tat.  Dann verliessen wir die Kirche und ich ging noch auf einen Rundgang über Wald- und Feldwege nach Strada und auf der Oberalpstrasse zurück nach Ilanz in meine Mansarde, wo ich mir wie üblich eine kleine Mittagsmahlzeit bereitete und genoss. Danach legte ich mich für eine Siesta eine gute Zeit ins Bett.  Währenddessen öffnete sich der bewölkte Himmel und die Sonne strahlte herrlich.  Dann entschloss ich mich die Bachtreppe hinauf zum Kloster zu gehen, vorbei am Ausbildungszentrum Surselva, auf dessen Hauswand ein schöner Spruch zu lesen ist:

Auf der Ruhebank neben dem Kloster machte ich eine kleine Pause zum ausschnaufen.  Dann ging ich den schmalen Waldweg weiter hinauf bis zur Ruscheinerstrasse, wo ich mich für Autostopp an den Strassenrand stellte.  Da konnte ich mit zwei Leuten bis nach Ruschein hinauf mitfahren, wo ich zu Fuss auf der alten Strasse weiter hinauf nach Ladir marschierte.  Und von dort ging ich dem Wan- derweg entlang Richtung Falera bis in den Wald, wo ein schmaler Waldweg hinauf hinter den Ladirer Berg führt.  Vom Falera- Wanderweg aus hatte ich diese Aussicht nach Falera:

Auf dem steilen Waldweg musste mich ein paarmal hinsetzen um auszuschnaufen bis sich der Puls wieder beruhigte.  Viele Äste und Tannzapfen waren weg zu schubsen, auch mehrere grosse Steine.

Oben angekommen gings dann schneller die Strasse hinunter nach Ladir, wo ich beim Parkplatz neben der Kirche ein Ehepaar sah, das mit ihrem Auto wendete.  Hier ein früheres Bild:

Ich ging ans Auto ran und fragte ob ich mit hinunter nach Ilanz fahren dürfe.  "Ja gerne !"   Die Frau setzte sich hinten hinein und ich durfte auf dem Beifahrersitz Platz nehmen.  

Sie wollten wissen wo ich wohne.  Da musste ich ihnen aber erklären, dass ich nur in einer Notunter- kunft überlebe, weil mir meine schöne grosse Liegenschaft in Siat enteignet und geplündert wurde, so dass ich seither schon mehrere Jahre fast mittellos überleben muss. 

In Ilanz verabschiedete ich mich mit bestem Dank.  Die Frau drückte mir nun eine Zwanzigernote in die Hand und ich fragte sie herzlich dankend ob ich sie dafür küssen darf, weil ich sehr glücklich bin für dieses Geld, mit dem ich wieder zur Migros Esswaren besorgen kann und diesmal nicht betteln gehen muss für eine Zwanzigernote dafür.  Sie hielt mir ihre Wange hin und ich küsste sie zum Ab- schied mit besten Wünschen.   

Ich bedankte mich bei meinen Schutzengeln für diesen schönen Nachmittag u. für die netten Begeg- nungen beim Autostoppen.

Zurück in meiner Mansarde war es Zeit für eine kleine Abendmahlzeit.  Nachher setzte ich mich wie- der an den Computer für News und für diese neue Seite im Web "www.sirianer.ch"

Das wär's für heute.  Alles Gute und viel Vergnügen mit meinen Webseiten !

Thyl Steinemann

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