215     Mit Postauto nach Zervreila

Samstag, 9. September 2017

Heute ging ich wieder an den Anfang der Valserstrasse mit dem Wunsch, dass ein netter Autofahrer anhält und mich ins Valsertal hinauf mitfahren lässt, den ich meinen Schutzengeln äusserte.

Aber niemand hielt an, alle fuhren durch, auch wenn sie Platz hätten für mich.

Nun kam das Postauto und ich begrüsste mit hochgehobenen Armen den alten Chauffeur, der lachte und zu meiner Verblüffung an der Bushaltestelle anhielt.  Ich sprang sofort nach vorne zur vorderen Tür, stieg hinein u. flüsterte dem Chauffeur ins Ohr. "Darf ich als Autostöppler mitfahren ?"

Er nickte und forderte mich auf hinein zu sitzen.  So setzte ich mich in die vorderste Reihe links hin- ter dem Führersitz, wo ich noch recht gut hinaus schauen konnte und der Chauffeur fuhr los, die Valserstrasse hinauf durch die imposante, tiefe Glennerschlucht, wo ich auch schon Fotos machte wie hier z.B. der Blick in das so schöne Lugnezertal hinein, das mich jedesmal sehr freut, wenn ich dies sehen kann:

Das Dorf in Bildmitte unten ist Uors, wo es eine kritische schmale Durchfahrt hat und man froh sein muss, wenn kein Fahrzeug entgegen kommt.  Diesmal hatte der Chauffeur wieder Glück, denn kein Fahrzeug kam entgegen und so konnte er problemlos durchfahren.

Nach dem Passieren mehrerer Baustellen mit Rotlicht kamen wir in Vals an, wo der Chauffeur bei der Post einige Passagiere aussteigen liess und fuhr dann zu meiner Freude weiter Richtung Zervreila.

Aber da wird die Strasse immer schmaler und schwieriger, mit engen Kurven und Felsen.  Und nun kam auch der lange Tunnel, wo es mir immer ungemütlich wird, weil das Profil so eng ist, dass der Chauffeur enorm aufpassen muss nicht an der Felswand links oder rechts zu streifen mit den Rück- spiegeln, die er deswegen sogar einklappte.  Aber er schaffte diese Durchfahrt wieder problemlos, für die ich ihm beim Aussteigen in Zervreila für seine perfekte Fahrweise gratulierte.

Jetzt regnete es ein wenig und so hatte ich keine Lust mit einem Trottinet nach Vals hinunter zu fah- ren.   Aber auf dem Parkplatz stand ein Personenwagen mit einem Tiertransportanhänger.

Zwei junge Frauen bemühten sich ein junges Pferd in den Anhänger zu locken mit einem Futterkübel. Aber das Pferd weigerte sich immer wieder trotz aller Bemühungen.  Und doch gelang es den Frauen endlich, dass das Pferd hinein trottete.  Leider machte ich dort keine Bilder.  Schade, denn die Be- mühungen mit dem Pferd waren faszinierend und ich hätte eigentlich gerne ein Bild davon, das ich hier einfügen könnte.

Ich fragte den Fahrer, ob er mir gestattet mit ihnen hinunter nach Ilanz mitzufahren, was er freundlich- erweise mir gestattete, denn sie hatten gerade noch einen Sitzplatz frei.   

Nun ging es also los, der Chauffeur fuhr sehr vorsichtig u. gekonnt mit dem zweiachsigen Anhänger die anspruchsvolle Strasse hinunter nach Vals und dann auf der besseren Strasse durch die Glen- nerschlucht hinunter nach Ilanz, wo ich bei der Postauto- Haltestelle Obertor mit bestem Dank aus- steigen konnte.

Ich bedankte mich auch bei meinen Schutzengeln für die Fahrten hinauf nach Zervreila und zurück nach Ilanz, die mir sehr gefielen.

Um Mittag war ich wieder in meiner Mansarde für ein bescheidenes "Zmittag" und legte mich dann wie gewohnt ins Bett für eine wohl tuende Siesta für fast drei Stunden.  Nun regnete es recht stark und die Wolkendecke reichte bis tief ins Tal hinunter.

Dann setzte ich mich wieder an den Computer um die Neuigkeiten im Online- Netz anzuschauen und ging dann mit dem Regenschirm in die Stadt um den Kontostand auf meinem Migros Bank Konto zu prüfen.   Aber leider ist das seit langem erwartete grosse Geld immer noch nicht eingetroffen, es wird immer noch von der Bicici- Bank in Abidjan BLOCKIERT, trotzdem ich schon mehrmals Gebühren zahlte um diese Blockierung zu beenden.  "Hat sich da ein Krimineller eingeschleust?" muss ich mich fragen.   Ich hoffe aber das Beste, dass dieses Problem bald gelöst wird.

Und das wär's wieder mit meinem Bericht für heute.

Alles Gute und viel Spass mit meinen Webseiten !    Thyl Steinemann

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